60 Jahre Ewaldi-Kirche

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Heute vor 60 Jahren, am 12.Juli 1953 wurde die Ewaldi-Kirche durch Erzbischof Buddenbrock feierlich eingeweiht. Der Bedarf an einem größeren Gotteshaus war schon früher erkennbar. Die Notkirche, die 1934 im ehemaligen Kaufhaus Schröer am Mühlenweg untergebracht war, reichte für die wachsende Bevölkerung der Bezirke Fildeken, Rosenberg und Biemenhorst nicht mehr aus. So entschloss sich der damalige Pfarrer Anton Hommel, eine neue Kirche zu bauen. Mit der Bauleitung wurde der Bocholter Architekt Johann Ketteler beauftragt. Nach dem ersten Spatenstich am 3. März 1952 ging die Arbeit bis zur Fertigstellung zügig voran.

P1170057Am 6. Juli 1952 wurde der Grundstein von dem Dechanten Clemens Dülmer geweiht und gelegt. Wie aus der beiliegenden Urkundeschrift ersichtlich, entstammt der Stein einer Säule der durch Bombenangriff zerstörten St. Georg-Kirche. Auch einige Ziegelstücke der zerbombten St. Josef-Kirche gehörten dazu. Viele Gemeindemitglieder haben sich an dem Bau beteiligt, insbesondere an den Ausschachtungsarbeiten.

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Obwohl nicht mehr Pfarrkirche, ist Ss. Ewaldi auch heute noch für die Menschen vor Ort wichtig: Sie prägt nicht nur den Ortsteil Fildeken, sondern ist nach wie vor der Mittelpunkt des Gemeindelebens. Auch wenn die Gottesdienste weniger geworden sind und der Gottesdienstbesuch im Vergleich zu den Anfangsjahren deutlich nachgelassen hat, ist man stolz auf diesen Bau, der auch durch eine hohe Opferbereitschaft der Bevölkerung ermöglicht wurde.

Einige Fotos aus der Bauzeit und eine Kurzversion des damals gedrehten Dokumentarfilms sind hier auf unserer Internetseite unter

http://www.st-josef-bocholt.de/kirchen/kunst/impressionen zu finden.

Derzeit arbeitet Karl-Josef Hecking, der damals als 12-jähriger Messdiener den Bau miterlebte, an einer Aufbereitung und Erweiterung der visuellen Dokumentation des Kirchenbaus. Alle, die dazu mit Erinnerungen, Fotos und sonstigem Material beitragen möchten, können sich gerne beim Herrn Hecking oder im Pfarrbüro melden.