Eine Reise der Gegensätze

Die erste Wallfahrt der fusionierten Pfarre St. Josef führte nach Südpolen. Erstes Ziel dieser Reise war die Stadt Breslau. Hier kamen wir bei einer Stadtführung zum ersten Mal in Berührung mit der abwechslungsreichen Geschichte dieses Teiles von Polen, aber auch mit den architektonischen Schönheiten dieser Stadt. Das jugendliche Flair und die liebevoll restaurierten oder erhaltenen Bauten der Altstadt waren beeindruckend. Bei der Besichtigung der schlesischen Stadt Waldenburg wurde aber auch deutlich, dass noch einiges an Aufbauarbeit in dieser Region nötig ist. Nach dem Besuch des „ religiösen Herzen“ Polens, der schwarzen Madonna in Tschenstochau, ging es weiter zur „ heimlichen Hauptstadt“ Polens, nach Krakau.

Die Besichtigung der Altstadt, die von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde, und der Königsberg Wawel mit der wunderschönen Kathedrale waren bei sonnigem Wetter zwei Höhepunkte der Reise. Einen Abstecher machte die Gruppe auch nach Wieliczka zu einem ehemaligen Salzbergwerk und feierte untertage einen Gottesdienst. Mit dem schwärzesten Teil der deutschen Geschichte wurden wir bei dem Besuch des Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz/ Birkenau konfrontiert. Der Gang durch die Baracken und die Ausstellung machte betroffen, und das unermessliche Leiden so vieler Menschen bekam ein Gesicht. Dass wir dort so viele jugendliche Besuchergruppen und Helfer trafen, lässt die Hoffnung auf Nichtvergessen, aber auch gleichzeitig auf Lernen aus der Geschichte wachsen. Ein anderes Gesicht der Region lernten wir in den Karpaten bei einer Floßfahrt durch die Schluchten des Pieniny- Gebirges und beim Besuch Zakopanes, dem „St Moritz“ Polens, kennen. Die Schönheit und die Wildheit der Natur der hohen Tatra waren beeindruckend. Einen schönen Abschluss fand die Reise in der Stadt Dresden, die sich uns im Sonnenschein präsentierte. Durch die Begegnung mit vielen Menschen und deren Herzlichkeit, aber auch durch das Erleben der tiefen Frömmigkeit, bot diese Reise nicht nur kulturelle und architektonische Höhepunkte, sondern setzte auch spirituelle Impulse. Diese konnten wir in den gemeinsamen Gottesdiensten, die wir an den unterschiedlichen Stätten feierten, vertiefen. So war diese Reise für alle ein Erlebnis nicht nur für den Geist, sondern auch für die Seele. Die Fahrt wurde von Pfarrer Andreas Hagemann und der Pastoralreferentin Katharina Mikolaszek geleitet. Zugute kam der Pilgergruppe, dass Frau Mikolaszek gebürtig aus Polen stammt und sich fließend verständigen konnte.

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